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Calcit – Steinbruch Winterberg, Harz, Deutschland

Calcit – Steinbruch Winterberg, Harz, Deutschland

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Aus mineralogischer und historischer Sicht gehören die Calcitproben aus dem Steinbruch Winterberg bei Bad Grund im Harz zu einem geologisch und kulturell bemerkenswerten Fundort. Der Steinbruch liegt unmittelbar neben der berühmten Iberger Tropfsteinhöhle, einer der bekanntesten Karsthöhlen Norddeutschlands, eingebettet in einen devonischen Kalksteinriffkomplex, der vor etwa 385 Millionen Jahren in einem tropischen Meer entstand. 

Mineralogische Beschreibung

Das hier präsentierte Exemplar zeigt scharf ausgebildete Calcitkristalle mit klaren Kanten und glänzenden Flächen. In ihrem glasartigen Glanz erinnern sie an die feinsten englischen Calcitproben, die unter Sammlern seit Langem für ihre Reinheit und ihren strahlenden Glanz geschätzt werden. Stücke dieser Qualität beweisen, dass wohlgeformte skalenoedrische oder rhomboedrische Calcitkristalle in ihrer ästhetischen Wirkung mit klassischen britischen Funden mithalten können.

Ein weiteres Merkmal ist die ausgeprägte Fluoreszenz des Präparats unter ultraviolettem Licht, wobei die Kristalle ein gelblich-grünes Leuchten aufweisen. Diese Lumineszenz ist typisch für bestimmte Calcite, wenn Spurenaktivatoren im Kristallgitter auf UV-Strahlung reagieren. Dies bietet Sammlern eine attraktive und wissenschaftlich interessante Dimension.

Das Stück stammt aus der Sammlung von Gerd Seggelke, dem langjährigen ehemaligen Vorarbeiter des Steinbruchs, dessen direkte Verbindung zum Steinbruch dem Exemplar zusätzliche Provenienz und historische Authentizität verleiht.

Geologischer und regionaler Kontext

Im Steinbruch Winterberg wird außergewöhnlich reiner devonischer Kalkstein abgebaut, der zum Iberg-Riffkomplex gehört.

Dieser Kalksteinkörper beherbergt zahlreiche Karsthohlräume und Höhlensysteme. Im Gebiet Iberg-Winterberg sind über hundert Höhlen bekannt, darunter die berühmte Iberger Tropfsteinhöhle, die von Bergleuten entdeckt und später im 19. Jahrhundert für Besucher geöffnet wurde. 

Kultur- und Bergbaugeschichte

Der Steinbruch Winterberg selbst besitzt eine beträchtliche kulturhistorische Bedeutung innerhalb der harzer Bergbautradition. Der industrielle Abbau begann 1938, als große Mengen hochreinen Kalksteins als Zuschlagstoff für die Stahlproduktion, insbesondere für die nahegelegenen Industrieanlagen von Salzgitter, benötigt wurden. 


Diese Entwicklung machte das Gebiet zu einem der wichtigsten Kalksteinabbaugebiete Niedersachsens. Der Steinbruch spiegelt auch ein wichtigeres Kapitel der deutschen Industriegeschichte wider: In der Kriegszeit gewann die großflächige Rohstoffgewinnung strategische Bedeutung, und der Steinbruch bot Hunderten von Arbeitern Arbeit und belieferte die expandierende Metallindustrie. 


Somit sind die Fundstücke aus dem Steinbruch Winterberg nicht nur mineralogische Sammlerstücke, sondern auch greifbare Zeugen des langen Zusammenspiels von Geologie, Bergbau und Industriegeschichte im Harz.

Aus der Sicht traditioneller Kristallheilungsmethoden gilt Calcit weithin als Stein der Klarheit und des Energieflusses. Er wird mit der sanften Steigerung der Vitalität, der Lösung von Energieblockaden und der Förderung von geistiger Klarheit und Optimismus in Verbindung gebracht. Transparenter oder brillant kristallisierter Calcit – wie dieses Exemplar – wird oft als besonders förderlich für Konzentration, Lernen und emotionales Gleichgewicht angesehen.

In diesem Sinne kann ein scharf kristallisierter Kalzit aus den alten Riffkalken des Harzes nicht nur wegen seiner geologischen Geschichte und seines Sammlerwerts, sondern auch als symbolischer Stein der Erleuchtung und Erneuerung geschätzt werden.

Größe: 5,8 x 3,6 x 1,4 cm

Herkunft: Steinbruch Winterberg, Harz, Deutschland

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